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Kauf und Tausch für den Hambi

Text: Larissa
Foto: Johannes

Auch wir verfolgen in den letzten Wochen die Vorkommnisse im Hambacher Forst und möchten uns solidarisch zeigen mit den Aktivisten dort. Denn der Wald im Kampf mit RWE ist zum Symbol für die gesamte Umweltbewegung geworden und dafür, wo sie steht: die Energiewende könnte mit politischer Unterstützung bereits viel weitergekommen sein, der Kohleausstieg ist längst überfällig. RWE in seine Schranken zu weisen und den Hambi zu schützen ist möglich und große Initiativen wie Campact, BUND und Greenpeace zeigen wie groß das Interesse und die Solidarität der Bevölkerung ist.

Unser kleiner, aber vielleicht hilfreicher Beitrag soll der Hambi-Soli-Flohmarkt nächsten Mittwoch (3. Oktober 2018) sein: Ab 18 Uhr können noch gut erhaltene Gegenstände und Kleidung in den Infoladen Landshut (Alte Bergstraße 146) gebracht werden. Wer etwas Schönes findet, darf dies gern seinen neuen Besitz nennen. Spenden, die uns erreichen, möchten wir zu 100 % den Aktivisten im Hambacher Forst zukommen lassen. Auch Sachspenden für die Aktivisten können bei uns abgegeben werden. Bitte informiert euch in diesem Falle unter: https://hambacherforst.org/mach-mit/sachspenden

Im Anschluss daran geht es ab 19 Uhr weiter mit Beiträgen von Ende Gelände München und einem Hambi-Aktivisten.

Auf Facebook findet ihr die beiden Veranstaltungen unter
https://www.facebook.com/events/1003655853146867 und
https://www.facebook.com/events/310712169717535.

Der Vollständigkeit halber möchten wir auch auf die beiden Demonstrationszüge in München am 30.9. und Buir (Hambach) am 6.10. verweisen:
https://www.facebook.com/events/1175868942578897 bzw.
https://www.stop-kohle.de

Wer sich gerne mit uns über die Geschehnisse im Hambacher Forst austauschen möchte, wer noch Ideen für Solidaritätsveranstaltungen hat oder mit uns zusammen eine organisieren möchte, kann sich gerne unter info@laiwand.org bei uns melden!

Wir sind viele! Wir sind die Zukunft! Hambi Bleibt!

Aller guten Aktionen sind drei

Text: Larissa
Fotos: Johannes

Am letzten Wochenende durften wir Landshut gleich mit drei Veranstaltungen beglücken: den Infoständen vor dem Rathaus, dem Tauschcafé und dem Stop-Kohle-Picknick.

Am Samstag bauten wir unter dem Motto ¨Tag des guten Lebens für Alle¨ unsere Infostände in der Altstadt vor dem Rathaus auf. Gemeinsam mit anderen Organisationen und Gruppen, die sich in Landshut im Bereich Nachhaltigkeit und Soziales engagieren, konnten wir mit Landshuter Bürgern darüber ins Gespräch kommen, was unsere Stadt zukunftsfähiger und enkeltauglicher machen kann und was bereits in dieser Hinsicht von den vorgestellten Gruppen geleistet wird. Den Fokus legt unser immer noch wachsendes Bündnis von Initiativen auf die Zivilbevölkerung: Eigeninitiative, Kreativität, Kooperation und Freude am Tun sind hierbei der Grundgedanke.

Bisher sind in diesem Verbund folgende Gruppen vertreten: die AG3 der sozialen Stadt Nikola, ADFC und VCD, der Bund Naturschutz, die Diakonie, Distel im Beton, die Gemeinwohlökonomie Regionalgruppe Landshut, der Arbeitskreis Partnerschaft mit der Dritten Welt, die Nachbarschaftshilfe, der Verein Natürlich Landshut, Pax Christi, das Regionalkollektiv, das Repair Café und Landshut im Wandel.

Um unsere Kontakte nach diesem ersten gemeinsamen Auftakt zu festigen und neue Ideen für weitere Streiche zu sammeln, geht es nahtlos weiter mit der Planung eines gemeinsamen Sommerfestes.

Auch das dritte Landshuter Tauschcafé konnten wir, ebenfalls am Samstag, in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner Haus International wieder realisieren. Wie immer war die Stimmung fantastisch und es wurde wieder fleißig geschenkt, getauscht und sich ausgetauscht. Die Idee des Tauschens ohne monetäre Einwirkung findet immer mehr Begeisterte und das lässt sich auch in Landshut spüren.

An dieser Stelle möchten wir auf die Kleidertauschparties des Adam und e.V. hinweisen, die regelmäßig im JUZ Landshut stattfinden und ebenfalls immer gut besucht sind. Wir freuen uns über noch mehr Fans und Nutznießer von gebrauchten Waren und über die dabei fast beiläufig entstehende Ressourcenschonung und Neubewertung der noch gut zu nutzenden Waren. Ganz im Sinne der Postwachstumsökonomie.

Als entspannten Abschluss haben wir uns für den Sonntag das ¨Stop Kohle Picknick¨ überlegt, das als Solidaritätsveranstaltung zur großen Demo am gleichen Tag in Berlin stattfinden sollte. Viele Handabdrücke wurden auf unseren Bannern mit der Aufschrift ¨Stop Kohle¨ hinterlassen und die dabei aufkommenden Gespräche zeigten, dass wir auch im Rücken der WM der Politik auf die Finger schauen müssen. Zu langsam der Kohleausstieg, zu wenig Rückenwind für die Erneuerbaren.

Handlungsmuster, die wir so dringend brauchen, müssen aus der Zivilgesellschaft kommen. Eine neue, selbstwirksamere und erwachsenere Kultur ist am entstehen und wir möchten zeigen, wie viel Spaß man dabei haben kann! An dieser Stelle bedanken wir uns bei Isar TV, die so schön über unsere Veranstaltungen, sowohl über die Infostände , als auch über unser Stop Kohle Picknick berichtet haben.

Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der kleinen Leute. In diesem Sinne halten wir euch gerne auf dem Laufenden und laden euch wie immer herzlich zu unseren Treffen ein. Kommt einfach vorbei oder schreibt uns eine Mail an info@laiwand.org. Gerne nehmen wir euch auch in unseren Email-Verteiler mit auf.

Stopp-Kohle-Picknick

Text: Johannes Schön
Bild: Evi Hierlmeier

Im ganzen Land machen sich am Sonntag, den 24. Juni Menschen für einen schnellen Kohleausstieg stark. Auch wir in Landshut protestieren mit unserem „Stop-KohlePicknick“ auf der Mühleninsel: Kommt alle auf die Wiese zwischen Parkhaus und Ländsteg und signalisiert auch mit Eurem Handabdruck:

Stopp Kohle!

Das Endspiel um die Kohle beginnt: Eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission verhandelt über den Ausstieg aus der Kohle in Deutschland. Es ist die Chance, für die wir so lange gekämpft haben: Schalten wir Deutschlands Klimakiller Nummer 1 endlich ab!

Im ganzen Land machen sich deshalb Menschen für einen schnellen Kohleausstieg stark. Mit tausenden Händen senden wir ein klares Signal an die Bundesregierung.

Wir fordern…

  • Die Bundesregierung muss mit einem Sofortprogramm dafür sorgen, dass die Klimaziele erreicht werden. Dafür müssen die CO2-Emissionen der Kohlekraftwerke um rund 100 Mio. Tonnen sinken.
  • einen gesetzlichen Ausstiegsfahrplan für Kohlekraftwerke und Tagebaue, um die nationalen Klimaziele und das Pariser Klima-Abkommen einzuhalten.
  • den sofortigen Stopp aller Pläne für neue Kohlekraftwerke, Tagebaue und -erweiterungen.
  • zielgerichtete Unterstützung der betroffenen Kohle-Regionen und Beschäftigten statt einen vergoldeten Ausstieg für die Kohlekonzerne.

Um die schlimmsten Folgen der Klimakrise noch abzuwenden, bleiben uns nur noch wenige Jahre. Komm auch Du zur Aktion am 24. Juni! Mit tausenden Händen senden wir ein klares Signal an die Bundesregierung!

Mehr Details:
https://www.stop-kohle.de
https://veranstaltungen.campact.de/#!/groups/campact-aktionsnetz-stopp-kohle